IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020
IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020
IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020
IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020
IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020
IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020
IJFD – Jahr im Ausland – Rueckholaktion 2020

Die letzten 7 Monate verbrachte ich in einem südafrikanischen Kinderheim bei Kapstadt,
wo ich wohl die schönste Zeit meines Lebens verbringen konnte.
Ich werde das wunderschöne Südafrika wohl immer als Heimat sehen,denn für mich ist es mein
zweites Zuhause geworden. Nicht nur das Land an sich ist traumhaft, sondern die Menschen
machen es zu einem ganz besonderen Ort. Von ihrer aufgeschlossenen, tanzbegeisterten, bunten,
positiven, liebevollen Art kann man sich ruhig mal eine Scheibe abschneiden.
Jedes mal wenn man zu den Kindern ging, wurde man von den Kleinen mit Umarmungen und
Küsschen begrüßt. Ob man sie nun aus waghalsigen Höhen auffangen, baden, bei den
Hausaufgaben helfen, Nachts auf die Toiletten bringen, von den Schulen und Kindergärten
abholen sollte, man hatte immer seinen Spaß. Natürlich sind Kinder Kinder und können auch mal
anstrengend sein, schließlich ist es für manch einen schon schwierig zwei Kinder unter Kontrolle
zu bekommen, doch gegen 5 Uhr morgens 15 Kleinkinder Kindergartenfertig zu machen kann
einen auch mal den letzten Nerv kosten, doch wie kann man diese Kinder nicht lieben? Die Kinder
brauchten uns Freiwillige besonders, weil wir Ihnen Aufmerksamkeit und Liebe schenkten, was sie
von den Erzieherin eher weniger zu spüren bekamen, weil diese aus Zeitgründen oftmals nicht
dazu kamen.
Man sieht die Kinder jeden Tag älter werden, sich entwickeln und sieht, das sie auch mal selbstlos
sein können, was einem das Herz erwärmt. Es sind die Kleinigkeiten die das Leben im Kinderheim
sehr erfüllt haben.
Doch nicht nur die Kinder werden immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben,
sondern auch die anderen Freiwilligen, mit denen ich zusammengewohnt habe.
Zu Anfang waren wir alle Fremde in einem fremden Land, doch mit der Zeit sind wir zu Freunden
und dann zu einer Familie geworden. Es gab viele Tränen, aber umso mehr schöne Momente, in
denen man einfach frei und glücklich sein konnte. Wir haben tolle Momente erlebt und auch sehr
viel Quatsch gemacht. Man kann gar nicht in Worte fassen, wie toll es ist, einen solch schönen
Arbeitsplatz zu haben, eine tolle WG und dabei sich zu fühlen, als wäre man doch auch irgendwie
im Urlaub. Besser hätte man es sich echt nicht erträumen können!
Umso schwieriger war es, als wir dann erfahren haben, dass wir alle aufgrund von Covid-19 zurück
müssen.
Das war wohl einer der schlimmsten Tage überhaupt.
Wir sind runter zu den Kindern und so kam es dann dazu das nur noch Tränen flossen und diesmal
die Kinder uns getröstet haben. So war man es ja eigentlich immer andersherum gewöhnt. In
unserer letzten Woche haben sich die Kinder so gut wie noch nie benommen, was uns alle sehr
überrascht hat. Der Abschied von den Kindern war echt emotional, denn besonders die jüngeren
haben die Situation nicht ganz verstanden. Ich fand es besonders schwierig zu gehen, weil man
nicht wusste was den Kindern in der Zukunft bevorstünde.
Wann werden neue Freiwillige kommen um sich um die Kinder zu kümmern? Wie wird es weiter
gehen? Wann ist das Ganze vorbei?
Alles Fragen auf die man keine Antwort kennt, was einen ziemlich beunruhigt und keinen schönen
und friedlichen Abschied gewährleisten konnte.
Abschließend kann ich nur sagen, das ich so Dankbar für die schöne Zeit bin. Ich denke sehr oft
zurück und freue mich das ich die Möglichkeit hatte so etwas tolles zu erleben. Ein großes
Dankeschön an SDI und besonders an Clemens, der uns ständig geholfen hat und zu jeder Uhrzeit
erreichbar war und das alles überhaupt möglich gemacht hat.