Unser Team für dein Jahr im Ausland stellt vor:

FoV Chicago.

IJFD in Chicago

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Worum geht es?

Die Grundlegende Vision von Franciscan Outreach Association (FOA) ist es gesunde Mahlzeiten und eine sichere Unterkunft für die zu bieten, die ausgegrenzt und obdachlos sind. Sie bekräftigen sie und geben ihnen die Stabilität, die sie für den Übergang in einen dauerhaften Wohnraum benötigen.

Was sind deine Aufgaben?

FOA bietet sozial Interessierten und Engagierten aus aller Welt die Möglichkeit, für einen Zeitraum von vier Wochen bis zu einem Jahr oder länger als freiwillige Dienstleistende in der Notunterkunft mitzuarbeiten. So können Erfahrungen in der Arbeit mit Obdachlosen und sozial Schwachen gesammelt sowie einen Einblick in deren Probleme gewonnen werden.

Shelter "House OF Mary and Joseph"

Das Obdachlosenheim oder auch „House of Mary and Joseph“ ist das zweitgrößte Shelter in Chicago und liegt 15 Minuten südwestlich von Downtown. Um dorthin zu gelangen, stehen den Freiwilligen Autos zur Verfügung. Die Arbeit dort ist grundsätzlich in zwei Nachtschichten eingeteilt. Beide Schichten beginnen um 18.30 Uhr, wobei die sogenannte „short-shift“ um 22 Uhr und die „morning-shift“ um 6:30 Uhr morgens endet. Um 19.30 Uhr beginnt der Einlass der weiblichen Gäste, um 20:30 Uhr der der männlichen. Bei diesem sogenannten „opening“ assistiert ein Freiwilliger beim ordnungsgemäßen Einlass der Gäste, der andere kümmert sich am Schreibtisch im inneren des Shelters um die Zuweisung der Betten. Während der Nacht besteht die Aufgabe des Freiwilligen hauptsächlich darin Nachtwache zu halten, Gäste nach Wunsch aufzuwecken und Kleidung auszugeben. Nachdem um 5:30 Uhr dann wieder die Lichter in den Schlafsälen eingeschalten werden, können sich die Gäste auf eine „Anmeldeliste“ für die nächste Nacht eintragen lassen. Die letzte Aufgabe am Morgen ist es noch sicherzustellen, dass alle Gäste bis spätestens 6.30 Uhr die Schlafsäle verlassen haben. Zusätzlich dazu gibt es von Montag bis Freitag Tagesschichten. Dabei ist die Hauptaufgabe, die Community area sauber zu halten, die eingegangenen Kleiderspenden zu sortieren und Vorbereitungen für den Abend zu treffen. Außerdem haben die Obdachlosen die Möglichkeit das Shelter als Postadresse anzugeben und bekommen tagsüber von den Freiwilligen ihre Briefe ausgehändigt. Immer wieder müssen auch von verschiedenen Stellen in der Stadt Spenden abgeholt und an die verschiedenen Standorte von FOA verteilt werden.
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Shelter "Pilsen"

Zusätzlich zu dem großen Obdachlosenheim „House of Mary and Joseph“  es ist ein weiterer Shelter im Stadtteil Pilsen dazugekommen. Es können dort 40 Gäste zeitgleich aufgenommen werden und das Kommen und Gehen ist für die Gäste im Gegensatz zum großen Shelter  24/7 möglich. Es gibt dort eine intensive Betreuung, um möglichst auch jene zu erreichen, die schon viele Jahre auf der Straße leben und Probleme mit dem hektischen Treiben der größeren Shelter haben. Die Freiwilligen helfen dort tagsüber in der Schicht von 9 bis 17 Uhr bei den anfallenden Arbeiten wie Kochen, Spenden einsammeln und sortieren, der Aufnahme neuer Gäste und vielem weiterem.

Wie und wo wirst du Leben?

Alle Freiwilligen wohnen gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Diese „Community“ befindet sich in einem kleinen Haus im aufstrebenden Stadtteil Bridgeport. Von dort ist die Innenstadt Chicagos innerhalb von 15 Minuten mit dem Fahrrad erreichbar. Und Dank des sehr gut ausgebauten Nahverkehr-Netzes in Chicago befindet sich die nächstgelegene Bus Station nur etwa 1 Gehminuten und die nächstgelegene U-Bahn Station etwa 10 Gehminuten vom Haus der Freiwilligen entfernt. Jedem Freiwilligen wird ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt. Bad, Küche und andere Wohnräume werden mit den Mitbewohnern geteilt. Zusätzlich zu dem monatlich gewährten Stipendium (siehe „Vergütung/Finanzierung“) wird der community wöchentlich ein Geldbetrag für Einkäufe bereit gestellt. Großen Wert legt die Franciscan Outreach jedoch auf ein „simple living“. Durch den Verzicht auf gewissen Luxus im Lebensstil soll die Verbindung zu den Obdachlosen gestärkt werden. Dies ist Herausforderung und Chance zugleich, da die meist jungen Freiwilligen so lernen, mit Menschen mit anderem sozialen, kulturellen oder religiösen Hintergrund zusammenzuleben. Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Programms (die Freiwilligen kommen nicht nur aus den ganzen USA, sondern auch aus Deutschland, Dänemark, Irland oder Ghana, um nur einige Länder zu nennen) ist das Leben in der Community für alle Beteiligten eine Chance, interkulturellen Austausch hautnah kennenzulernen.

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