RÜCKBLICK World Camp 2019 – 3 WOCHE NEW ORLEANS WAREN FÜR MICH …

Im Rahmen unseres Diakonischen Praktikums durften wir, neun Schüler des EvGBMs, drei Wochen neue Menschen und Kulturen kennenlernen, viele neue Erfahrungen machen und persönlich wachsen.

Better im Camp Restore
Dorm Betten im Camp Restore

Durch ein breites Spektrum an Tätigkeiten hatten wir verschiedene Möglichkeiten mit den Menschen in Kontakt zu kommen und konnten viele Unterschiede zwischen ihnen, aber auch zu uns entdecken. Dies war sehr interessant und teilweise auch ernüchternd.

In der ersten Woche halfen wir an vielen verschiedenen Einsatzstellen, wie zum Beispiel “Love in Action“, eine Art „Tafel“, einem Kindergarten der “Christ the King“-Gemeinde oder einer Organisation für Suchtbetroffene oder Opfer von häuslicher Gewalt, “Bethel Colony South Men’s Transformation Ministry“.

World Camp Teilnehmende bei Love in Action New Orleans
World Camp Teilnehmende bei Love in Action New Orleans

Dort konnten wir mit den Leuten reden, vieles über das System erfahren, neue Erkenntnisse machen und feststellen, wie gut es uns doch eigentlich geht. Die tiefe Dankbarkeit und der Glaube an Jesus
beeindruckten uns sehr und es ergaben sich viele interessante Gespräche, in denen allgemein sehr offen über die Liebe Gottes, die Abhängigkeit von der Hilfe anderer und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft gesprochen wurde.

Durch die Arbeit bei einer Einrichtung namens “Arc“, die zur Inklusion von körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen beiträgt, sowie die Räumungsarbeiten in einer Schule öffneten uns zusätzlich neue Sichtweisen auf die sehr entspannte Mentalität und fröhliche Kultur der Südstaatler.

Unsere Aufgabe in der Organisation war das Sortieren von Mardi Gras Artikeln, dem Karnevalsfest in New Orleans, zum Recyceln. Dort zeigte der farbenfrohe Schmuck die Feierlaune und das entspannte, für uns
langsame, Arbeiten die lebensbejahende Einstellung.

Teilnehmende beim Sortieren von Gebrauchten Mard Gras beads

Zu den handwerklichen Arbeiten kamen wir in der zweiten Woche, in welcher wir bei der Renovierung eines Hauses halfen, das vom Hurrikan Katrina zerstört wurde. Es gehörte einem älteren Ehepaar, welches nicht in der Lage war, die finanzielle Last zu stemmen, da die Behandlungen des an Krebs erkrankten Mannes die Ersparnisse aufbrauchten. Sie lebten in einem kleinen Teil, der notdürftig fertig gestellt wurde.

Den Rest des Hauses galt es zu verputzen und die Wände zu schleifen. Hier lernten wir viel Vertrauen, in unsere eigenen Fähigkeiten und in die der anderen. Wir ergänzten uns in unserem Können und den mitgebrachten Erfahrungen und konnten so am Ende der Woche ein ansehnliches Ergebnis präsentieren.

Die Familie war sehr dankbar, dies zeigten sie durch eine herzliche Aufnahme und leckeres Essen. Von unserer Nächstenliebe sehr beeindruckt bedankten sie sich herzlich für den Weg, den wir auf uns nahmen und unser Geld, Zeit und Kraft zu opfern.

In der letzten Woche hatten wir Zeit, die Stadt und die damit verbundene Kultur zu entdecken und historische Aspekte aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen.

can we just not rebuild new orleans this time? - Page 2 ...

Außerdem hatten wir die Möglichkeit, uns mit den anderen Jugendlichen, die aus den verschiedenen Staaten ins Camp kamen, zu unterhalten. Nachdem wir die Angst vor dem Englischsprechen überwunden hatten, folgten lustige, informative und erlebnisreiche Abende ausgefüllt von unterhaltsamen Gesprächen, Spielen und viel Gelächter. Wir konnten wieder Neues über die amerikanischen Verhaltensweisen und die Kultur erfahren und auch mit Erzählungen über Deutschland Erstaunen und teilweise auch Belustigung hervorrufen.

St. Louis Cathedral at Jackson Square (New Orleans)
St. Louis Cathedral at Jackson Square (New Orleans)

An den Sonntagen besuchten wir drei unterschiedliche Gottesdienste. Der erste fand im Camp statt und glich den typischen Gospelgottesdiensten, wie man ihn aus Filmen kennt. Es war eine sehr spannende und ganz neue Erfahrung, wie der Glaube zelebriert wurde. Die beiden anderen waren mit einem Gottesdienst einer Freikirchlichen Gemeinde zu vergleichen.

Insgesamt waren die drei Wochen sehr lehrreich und werden uns immer positiv in Erinnerung bleiben.

Teilnehmer*innen World Camp 2019 New Orleans
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