Julians Alltag bei BGC

Mein Newsletter soll um meinen Alltag, meine Arbeit und meine Freizeit gehen, Als Freiwilliger bei BGC (Boys & Girls Country), einem Kinderheim für über 80 Kinder im Nordwesten von Houston, Texas, lässt sich dies schnell zusammenfassen. Ich bin im Bereich Operations&Maintenance zuständig , dessen staff sich um die Instandhaltung des Geländes und der Cottages, Häuser indenen Teaching parents und bis zu acht Kinder leben, kümmert.

Jahr im Ausland Amerika – Texas

Mein Hauptziel besteht darin, dass wir „In good shape“ sind, das Motto von Jason, meinem supervisor.. Mein üblicher Alltag ist relativ strukturiert: Gegen 8 Uhr verlasse ich unser Cottage in Richtung operation building. Anschließend fahre ich mit meinem Golfcart über den kompletten Campus, inklusive anliegender Straße um Müll und größere Zweige aufzusammeln. Danach laufe ich mit dem Laubbläßer um das Administration und Annex building (Verwaltung und Aufbewahrung von Spenden) sowie dem CLB (Community Life Building) um die anliegenden Gehwege von Laub und Nadeln sauber zu halten, jeden einzelnen Tag: Auch wenn es repetitiv und langweilig erscheint, ich mag meine Routine und während meiner Runde begegne ich den anderen Mitarbeitern von BGC und man unterhält sich ein bisschen. Das tägliche Säubern des Geländes dient dazu, dass der Campus zur jeder Zeit in Topzustand ist, da es jeden Tag möglich sein kann, dass ein großer neuer Spender den Campus besuchen möchte. Denn der erste Eindruck zählt. Wenn ich dies erledigt habe, bleibt mir meist ein bisschen Zeit für kleine Arbeiten, wie Hecken schneiden oder Unkraut entlang den Gehwegen oder auf den Spielplätzen zu spritzen. Gegen 9:30 Uhr ist es dann meist Zeit den Campus mit dem Boxtruck in Richtung eines Donation Pick-up zu verlassen. BGC ist eine non-profit Organisation und wird komplett durch Geldspenden und auch durch materielle Spenden finanziert. Menschen in der Umgebung können Möbel, Kleidung und Haushaltsgeräte an BGC spenden, diese sammeln wir dann auf unseren Pick-ups ein. Unsere Pick-ups befinden sich meist in einem 30-70 Km Radius und sie kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Die Pick-ups sind eigentlich immer ganz interessant, da man sieht, wie ein texanisches Haus von innen aussieht, so erfährt man etwas mehr über die Leute und die Kultur. Wir sind auf den Pick-up zu zweit, Jason und ich, auf der Fahrt und während wir die Möbel etc. einladen, erzählt mir Jason oft etwas über die Umgebung und über sich, was das ganze entspannt und witzig macht. Nachdem wir zurück von dem Pick-up sind und alles ausgeladen haben, ist es meist schon Zeit für das Lunch. Wir Freiwillige versuchen eigentlich immer gleichzeitig Mittag zumachen und zusammen zu kochen.

BGC – Dein Jahr im Ausland

Nach dem lunch verbringe ich die Zeit meisten mit größeren Projekten, wie das Baseball Feld in einer bestimmten Art zu mähen oder Hecken und Bäume zu schneiden. Im Sommer müssen die Hecken fast schon wöchentlich getrimmt werden. Oft sind auch an den Wochenenden spezielle Events, wofür der Campus dann besonders gut aussehen muss und zusätzlich verschiedene Sachen aufgebaut werden müssen. Spezielle Events waren bis jetzt unser „Haunted operations“ bei dem wir unser operation building in ein haunted house verwandelt haben. Die Vorbereitung hierfür dauerte eine ganze Woche. Wir mussten sämtliche Gänge und Türen lichtdicht abkleben um eine gruselige Atmosphäre zu gestalten und verschiedene Szenen aus bekannten Horrorfilmen nachstellen. Am Tag selber kamen dann immer kleine Gruppen an Personen durch und jeder von dem Operationsteam hatte seine Rolle in dem haunted house um die kleinen Kinder zu erschrecken. Abbauen hat dann auch wieder knapp eine Woche gedauert. Anschließend kam dann gleich das nächste große Event: „Heritage“, eine Gala im Hilton Downtown, dies ist die größte Veranstaltung von BGC, bei der über 3 Millionen Dollar an Spenden gesammelt werden, dies reicht für die essenziellen Sachen für BGC für ein ganzes Jahr.

Was Freizeit anbelangt, versuchen wir an den Wochenenden immer Samstags etwas zu unternehmen oder zu entdecken, wofür wir uns auch eine Liste angelegt haben, was jeder in diesem Jahr mal machen möchten, kleinere Sachen und auch größere Sachen. Bis jetzt waren wir zu sämtlichen Football Spielen, Highschool-, College- und NFL Spiele. Wir waren bereits in dem Zoo, im Drive-In Kino und auf der County Fair mit Rodeo, klassisch texanisch und weitere kleinere Sachen. Der Sonntag ist meistens für lang Ausschlafen, das Putzen und den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf vorgesehen. Zur Zeit entwickelt sich der Dienstag Abend immer mehr zu einem Kinoabend, da im nächstgelegenen Kino die Filme dort dienstags nur 5$ kosten.

Julian bei seinem Freiwilligendienst im Ausland

Auch wenn sich mein Newsletter nicht nach viel anhört, meine Arbeit ist anstrengend und intensiv, dementsprechend ist meine Freizeit danach nicht wirklich nennenswert, da ich oft erschöpft bin und meist nur noch an meinem Bild weiter malen kann. Die ersten drei Monate vergingen wie im Flug und ich freue mich auf das restliche Jahr mit all den Facetten, die es mit sich bringen wird.