Max Erfahrungen in Camp Restore und New Orleans

Mein Name ist Max Thomsen und ich befinde mich bereits schon mehr als 7 Monate in meiner Einsatzstelle „Camp Restore“ in New Orleans, Louisiana und ich bekomme hier eine geniale Zeit und neue Erfahrungen geboten, von denen ich vor diesem Jahr nur träumen konnte.

Was zeichnet die Stadt, die sich für mich wie ein zweites Zuhause anfühlt, aus? Sie ist für ihre unterschiedlichen Musikrichtungen bekannt, insbesondere der Jazz Musik. Auch für ihre Kreolische Küche, welche sich stark an der klassischen französischen Küche orientiert. Und nicht zuletzt durch die ganzen Feste und Paraden. Zum Zeitpunkt, zu welchem ich diesen Bericht schreibe, befindet sich New Orleans in einem absoluten Durcheinander – es wird Mardi Gras gefeiert. Überall gibt es Paraden und man weiß nichts mehr anzufangen mit den Beads (Ketten mit künstlichen Perlen), welche man gefangen hat, aber hier kommt dann wieder meine Einsatzstelle ,Camp Restore, ins Spiel. Eine der vielen sozialen Einrichtungen, in die Camp Restore Freiwillige schickt ist „The Arc of New Orleans“. Hier werden das gesamte Jahr über die Beads  gesammelt, gereinigt, sortiert und letztlich wieder zurück an die „krewes“ (Organisationen, die die Paraden beim Mardi Gras veranstalten) verkauft. Das ist nur eine von vielen Sachen, die unternommen wird, um der Community hier vor Ort zu helfen. So helfen beispielsweise Freiwillige bei dem Wiederaufbau von Schäden durch Hurricanes, von denen die Stadt Jahre zuvor getroffen wurde. Dieses soziale Engagement zeichnet meine Einsatzstelle aus und lässt mich stolz einer ihrer Freiwilligen sein.

Für mich persönlich ist die Offenheit und das Miteinander der Einheimischen etwas ganz tolles. Die Leute sind sehr direkt, und dir vor kurzem noch fremde Menschen verwickeln dich ins Gespräch. Es wird dir gesagt, wenn jemandem etwas nicht passt und man weiß, dass die Emotionen echt sind.

Neben dem ganzen Kulturellen ist das Wetter auch ein Merkmal. Der Winter ist kein Winter in New Orleans. Man muss für 1,5 Monate einen Pullover anziehen, wenn man raus geht, aber nachmittags kann man den meistens auch schon wieder ausziehen. Nach diesen 1,5 Monaten scheint die Sonne und es wird wieder warm. Leider oftmals zu warm – mit der hohen Luftfeuchtigkeit ist es quasi unmöglich sich ohne zu schwitzen draußen aufzuhalten.

Mit diesem Jahr in einem neuen Umfeld, in einer anderen Kultur und einem anderen Klima, sammeln ich viele neue Erfahrungen, die mich für mein Leben prägen werden. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit und kann es wirklich nur jedem, der die Möglichkeit nach der Schule, oder nach/während des Studiums dazu hat, weiterempfehlen.

~ Max Thomsen, RAI New Orleans