Stefans Leben in Chicago

Was mache ich? Wenn ich das mal so wüsste. Jeder kennt wahrscheinlich diese unfassbar kurzen Momente in denen einen die Frage durch den Kopf schießt “Was zur Hölle mache ich eigentlich mit meinem Leben?”, zum Beispiel wenn man nachts um 3 Uhr im Shelter durch die freshesten Memes scrollt.

In diesem Artikel geht es aber nicht um solch existenzielle Fragen, sondern rein praktisch gesprochen ”Was treibt der Boi Stefan eigentlich gerade in Chicago?”
Ein großer Teil meiner Zeit widmet sich neben dem Schlafen der Arbeit im Obdachlosen Shelter. Diese ist recht simple, da die Hauptaufgaben lediglich daraus bestehen Leute einzusignen und outzusignen und Essen zu den nahegelegenen anderen Sheltern zu fahren. Der Beste Part der Arbeit ist, wenn sich der Großteil der Gäste schlafen gelegt hat und man sich irgendwas auf Netflix gönnen kann oder manchmal auch interessante Gespräche mit den Gästen führen kann. Im Allgemeinen sind die Interaktionen mit den Gästen fast immer positiv, da die meisten, trotz ihrer prekären Umstände zu meiner Überraschung eine freundliche Attitüde an den Tag legen.

In meiner Freizeit gehe ich gerne zu den open hours oder Kursen des örtlichen Fullstack coding dojos, da ich mir vorgenommen habe dieses Jahr unter anderem zu nutzen, um javascript zu lernen. In dem coding dojo findet man viele Gleichgesinnte und kann sich über Projekte austauschen, Tipps holen oder einfach inspirieren lassen. Eine andere Freizeitaktivität sind die mehr oder weniger regelmäßigen Treffen des Symposiums der Philosophie in Chicago in einem Kaffee in Downtown. Hier ist mir auch erst aufgefallen wie verrückt die Amerikaner nach deutschen Philosophen der Moderne sind. Wenn ich mich besonders sportlich fühle reiße ich mich auch mal zu einem nächtlichen Workout an der 606, dem nahegelegenen walking trail, zusammen.

Ich hoffe euch hat dieser Einblick in das Leben von Stefan Imig gefallen.
Danke, tschüss.