Max Ziele im „Big Easy“

Mein Name ist Max, ich bin 18 Jahre alt und habe 2018 mein Abitur bestanden. Ich schreibe diesen Bericht aus der „Wiege des Jazz“ – New Orleans. Ich leiste hier meinen IJFD seit Juli 2018 und habe eine unvergessliche Zeit.

Die ersten fünf Monate sind wie im Flug vergangen und ich habe schon einige Ziele von meiner „bucket list“ gestrichen, wie Disney World zu besuchen, ein Football Spiel der Saints mit eigenen Auge zu sehen oder zum Konzert einer meiner Lieblings Rapper zu gehen. Diese und viele andere, weniger spektakuläre Erlebnisse durfte ich schon durchlaufen. In diesem Bericht werde ich mir die Frage stellen, was ich selbst in diesem Jahr noch erreichen möchte.

Ein großer Grund, warum ich mich für diesen Dienst entschieden habe, ist die einfache Tatsache, dass ich meine Englischkenntnisse verbessern möchte. Ich bin täglich darauf angewiesen Englisch zu sprechen und möchte mich weiterhin verbessern. In Zukunft werden noch viele Gruppen von Freiwilligen zu meiner Einsatzstelle kommen, mit welchen ich an den verschiedensten Projekten zusammen arbeiten werde. Bisher hatte ich immer viel Spaß mit den Gruppen. Beispielsweise war es nicht leicht ein arbeitendes Team mit der Teenager Gruppe der Jungenschule zu bilden, aber für genau solche Herausforderungen habe ich auch dieses Jahr begonnen. 

Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln. Weniger schüchtern sein und meine Teamfähigkeit verbessern. Neue Kontakte knüpfen und eine andere Lebensweise erfahren. Teilweise konnte ich dies schon erreichen, jedoch oftmals nicht so genau, wie ich es gerne hätte. Somit bleiben die genannten Punkte weiterhin meine zentralen Ziele in diesem Jahr.

Ein großer Teil meiner Aufgaben hier ist der Wiederaufbau und Restauration von Häusern (für genauere Informationen zu meiner Einsatzstelle „Camp Restore“ empfehle ich https://camprestore.org/why-we-restore/ ). Durch unseren Konstruktionsleiter Ken verbessere ich meine bisherigen handwerklichen Fähigkeiten sehr und lerne viel. Ich möchte weiterhin in diesem Gebiet viel Neues lernen. Ich habe Glück, dass mir mein Vater grundlegende Sachen zu Hause beigebracht hat, jedoch wäre es schön, wenn ich dieses Wissen ausbauen könnte. Zumindest in meiner Schule haben wir kaum etwas in diesem Gebiet gelernt, obwohl handwerkliches Geschick spätestens in der eigenen Wohnung zum Vorteil ist.

Bevor ich in die USA gereist bin hatte ich nur sehr vage Vorstellungen über meine eigene Zukunft. Ich wusste nicht was ich studieren oder ob ich überhaupt studieren sollte. Ich habe gehofft, dass ich mich in dem komplett neuen Umfeld selber finden würde. Inzwischen habe ich eine Idee für ein Studium: Architektur. Kathy, eine unser Betreuerinnen, hat es sich zur Aufgabe gemacht uns Freiwilligen Einblicke in Berufsfelder zu ermöglichen. Ich konnte mich mit einem jungen Architekten treffen und mir seinen Beruf ziemlich genau erklären lassen. Ich habe mich weiter im Internet umgeguckt und bin vor kurzem mit dem Entschluss, mich für einen Studienplatz zu bewerben, aufgewacht. Bereits in dieser kurzen Zeit habe ich mich und meine Zukunftspläne verändert. Einen Teil meiner Wünsche habe ich somit schon erreicht.

~ Max