Yanniks praktische Packtips für New Orleans

Wenn ich an die Zeit vor meinem Jahr in New Orleans denke, war natürlich die große Frage: “Was nehme ich mit”. Aber nie kam mir die Frage in den Sinn: ”Was nehme ich mit zurück”.
Klar ist die Frage schwer zu beantworten, wenn man an einen neuen Ort reistwo man die nächsten 12 Monate verbringt. Ich habe damals Arbeitsklamotten und Kleidung, in der ich mich wohl fühle eingepackt. Kleidung ist auch eigentlich so das, was am meisten Gewicht hat und Platz im Koffer nimmt. Ich kann nicht sagen, dass sich mein Kleidungsstil über das Jahr stark verändert hat, aber ich denke ich habe mir damals zu viel “gute” Kleidung eingepackt. Zudem arbeitet man in New Orleans viel auf Baustellen und Orten wo man schnell mal dreckig wird oder was kaputt gehen kann. Zudem kommt man bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit in Louisiana sehr schnell ins schwitzen. Ich denke ein paar Shirts und Hosen die dreckig und kaputt gehen können sollte man mitnehmen. Ein paar Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen. Für mich hat es auch ein festes und dickes paar Wanderschuhe gemacht. Was euch lieber ist müsst ihr selber entscheiden. Camp Restore hat auch noch eigene Klamotten die man zum Arbeiten verwenden kann. Ich würde nicht “zu viele” Freizeitkleidung mitnehmen, da man sich in dem Zeitraum eh relativ viele Sachen vor Ort kauft. Ein Jersey von den New Orleans Saints, um während der Football Season richtig dabei zu sein. Ein Sweatshirt von dem lokalen College und viel mehr Sachen kommen so über das Jahr zusammen. Ich habe hier für mich das Thrift Shoppen entdeckt. New Orleans hat locker 20 verschieden Thrift stores und es ist immer irgendwas cooles dabei. Und man zahlt nur ein paar Dollar. Ich denke von all den Sachen, die ich mir hier geholt habe, war mehr als die Hälften aus Thrift stores. Das einzige was ich nur empfehlen kann ist für die Herren, ein weißes Hemd, gute Schuhe und eine schicke Hose mit zu nehmen. Man geht auf  mindestens eine Veranstaltung, wo man sich etwas schicker machen muss. Für die Damen ein schickes Kleid und evt ein paar Schuhe. Lasst auch etwas Platz für irgendwelche Andenken. Beispielsweise wird an Mardi Gras mit vielen Bechern und coolen Sachen geworfen, von den das ein oder andere bestimmt nach Deutschland mit kann. Auch Sachen wie Shampoo etc, kann man eig getrost zu Hause lassen. Im Camp lassen die Volunteers ihre Shampoos teils voll zurück und ich musste mir im ganzen Jahr nur zweimal Shampoo kaufen. Ich glaube, dass man für das Jahr in NOLA am besten mit nur leichtem Gepäck anreisen sollte. Nimm lieber zuwenig als zuviel mit. Nimm Sachen mit, in den du dich wohl fühlst, die aber dreckig werden oder kaputt gehen dürfen. Pack ein paar Andenken aus der Heimat mit, aber lass dreimal so viel Platz für Andenken aus deiner bald neuen zweiten Heimat. Lass auch etwas Platz für Geschenke an deine Liebsten. Und wenn es Zeit wird deine  Koffer für deinen Freiwilligendienst zu packen, nimm dir kurz einen Augenblick Zeit und überlege, was davon wieder zurück kommt und was vielleicht neues dazu kommt.

~ Yannik Speer, RAI New Orleans